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SOSPESO-Kultur

Eine Gepflogenheit mit Herz, Verstand und Haltung.

In Italien kommt es nicht selten vor, dass jemand in einer Bar zwei Espressi bezahlt, aber nur einen trinkt. Der zweite bleibt „in der Schwebe“ – IN SOPESO – bis jemand kommt, der ihn gerade einfach brauchtUrsprünglich ausgehend von Neapel wird diese wunderbare Geste der sozialen Verbundenheit seit über hundert Jahren an vielen Orten Italiens gepflogen.

Ab jetzt machen wir es auch.

Den Link zu den aktuell verfügbaren Sospeso und wie diese auf die verschiedenen LONGEVITY MINDSHIFT SESSIONS angerechnet werden können, finden Sie dann am Ende dieser Seite.

 

Doch zunächst ...

Was in diesen Bars passiert

Jemand steht an der Bar. Trinkt einen Espresso im Stehen, in drei Schlucken, wie man das hier tut. Dann legt er oder sie Geld für zwei auf die Theke und geht. Getrunken hat er oder sie nur einen. Der Barista sagt nichts dazu. Er notiert einfach nur einen Strich auf einem Zettel.

 

Stunden später fragt jemand, ob es denn einen Sospeso gibt. Der Barista nickt, dreht sich zur Maschine und stellt ganz selbstverständlich einen wunderbaren Espresso auf die Theke. Kein Formular, kein Nachweis, keine Frage danach, warum.

 

Die beiden Menschen werden einander nie begegnen.

Und nie voneinander erfahren. – Sollen sie auch nicht.

Denn diese Geste ist auch eine richtig kluge. 

 

Sie ist nicht nur freundlich, sie ist psychologisch außer­ordentlich gut konstruiert – und das an drei Stellen zugleich:

 

1. Der Gebende erfährt nie, wer bekommt. Er kann sich deshalb nicht überlegen fühlen und keine Dankbarkeit einfordern. 2. Der Nehmende wiederum muss nichts vorzeigen und nichts erklären, muss sich nicht bedürftig machen, um gut bedient zu werden. Und 3. die Frage selbst klingt wie jede andere Bestellung: „Gibt es einen Sospeso?“ Kaum anders wie: „Einen Espresso, bitte.“ Wer daneben steht, hört keinen wirklichen Unterschied.

 

Das ist der Kern der Sache. Hilfe, die dem Empfangenden nichts abverlangt außer der Bereitschaft, sie anzunehmen. Das Ansehen bleibt unangetastet.

Sie fragen sich vielleicht, was ein neapolitanischer Kaffeebrauch in einem Longevity-Programm zu suchen hat. Die Antwort darauf befindet sich bereits an mehreren Stellen dieser Website: Soziale Einbindung ist der stärkste einzelne Longevity-Faktor, den wir kennen. Auch sind Sinn, Verbundenheit und Gestaltungs­kraft nicht zufällig Teil der entscheidenden sieben mentalen Wirkungsfelder für ein gelingendes Leben.

 

Forschungsergebnisse belegen eindeutig: 

Geben wirkt stärker als Nehmen.

 

Studien an Menschen 55+ haben gezeigt: Unterstützung geben und freiwilliges Engagement über fünf Jahre hinweg reduzieren die vorzeitige Sterblichkeit deutlich. Nüchtern gesagt: Wer gibt, tut auch etwas für sich. Nicht als Nebeneffekt, sondern deutlich messbar.

Doch „Schenken Sie einen Sospeso – das verlängert Ihr Leben.“ werden Sie niemals von mir lesen oder hören. Denn es wurde nicht nur gefragt, ob Menschen sich engagieren, sondern warum sie es tun. Das Ergebnis ist eindeutig: Derschützende Effekt zeigte sich bei jenen, deren Motive auf andere gerichtet waren. Bei überwiegend selbstbezogenen Motiven ist er nicht nachweisbar.

 

Geben, das auf den eigenen Nutzen zielt, scheint diesen Nutzen demnach nicht zu erzeugen. Ich erzähle Ihnen davon, weil ich die Ergebnisse vollständig darstellen möchte – nicht, um Sie zu motivieren.

Warum ausge­rechnet

hier

So

sieht ein SOPESO hier aus

Ein Espresso in Neapel kostet 1 Euro (immer noch), eine LONGEVITY MINDSHIFT SESSION kostet doch mehr. Deshalb wird mit dem Erwerbe eines Sospeso keine ganze, sondern ein Viertel einer Sessionstunde – sprich € 60 – „in die Schwebe“ gestellt. Für jemand anderen, der diesen Sospeso gerade einfach braucht.

Wie man einen Sospeso

zum Weitergeben erwirbt

Im Zuge Ihrer eigenen Session-Bezahlung lassen Sie einen Sospeso mit auf Ihre Rechnung schreiben. Wenn Sie mögen, verfassen Sie eine begleitende Zeile, welche der Empfängerin oder dem Empfänger übergeben wird, selbstverständlich unter Wahrung Ihrer Identität. Sie erhalten eine Bestätigung mit einer Sospeso-Nummer sowie den Zugangscode zur laufend aktualisierten Sospeso-Dokumentation. Anhand Ihrer Nummer sehen Sie dort, wann Ihr Sospeso eingelöst wurde oder ob dieser noch „in Schwebe“ ist.

 

Was Sie nie erfahren werden: Wer ihn eingelöst hat. Nicht den Namen, nicht das Alter, nicht die Geschichte. Das ist keine technische Einschränkung, sondern der eigentliche Kern der Sache. Eine Sache der Kultur gegenseitigen Vertrauens, Wertschätzens und Unterstützens.

Wie man einen Sospeso

für sich einlöst

Ein Satz (telefonisch oder über E-Mail) im Vorfeld einer Terminvereinbarung genügt:  „Ichmöchte einen Sospeso einlösen.“ Kein Einkommensnachweis, kein Bescheid von irgendeiner Stelle, keine Begründung.

 

Danach wird ein Session­termin vereinbart wie jeder andere Termin auch – in Wien, in Mödling oder in Telekonsultation. Es ist dieselbe Session. Gleiche Dauer, gleiche Vorbereitung, gleiche Tiefe. Wer einen Sospeso einlöst, erlebt und nützt die vollständige Version von LONGEVITY MINDSHIFT PRO für den eigenen Prozess.

Die Herkunft eines Sospeso wird gleichermaßen vertraulich behandelt.

Ein Sospeso ist keine Spende – und andererseits auch kein Preisnachlass im herkömmlichen Sinne. Rechtlich ist er eine Vorauszahlung für eine Leistung an eine dritte Person und in Österreich nicht als Sonderausgabe absetzbar.

 

Er ist auch kein Marketinginstrument. Wer einen einlöst, bekommt keine Nachfassmail, kein Angebot für Folgesessions, keine Aufnahme in einen Verteiler und keine Bitte um eine Bewertung.

 

Weil es keine Bedürftigkeitsprüfung gibt, gibt es umgekehrt auch keinen Rechts­­­­anspruch. Vergeben wird in der Reihenfolge der Anfragen, solange welche da sind. Ist gerade kein Sopeso da, sage ich das.

Und zur Vollständigkeit: Die Sospeso-Kultur kommt ausschließlich im Rahmen von LONGEVITY MINDSHIFT PRO zur Anwendung.

Was ein Sospeso nicht ist

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